Antisemitischer Hetze und Gewalt im weltoffenen Bonn keinen Raum geben

Bonn ist eine weltoffene Stadt. Wir bekennen uns vorbehaltlos zu unserer historischen Verantwortung. Wir beziehen eindeutig und unmissverständlich Position zu jeder Form der Hetze gegenüber unseren jüdischen Mitbürgern und Besuchern. Wir bekräftigen die Städtefreundschaft mit Tel Aviv. Wir bekennen uns mit dem Staat Israel solidarisch und unterstützen sein Existenzrecht sowie sein Recht auf Selbstverteidigung.

Die Jungen Liberalen wenden sich gegen jegliche Form des offenen oder versteckten Antisemitismus, der sich in Hass gegenüber Juden ausdrückt oder sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen richtet. Wir verurteilen Aufrufe und Kampagnen zum politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und akademischen Boykott (BDS), die im Kern darauf abzielen, den Friedensprozess im Nahen Osten zu unterminieren und die Existenz Israels in Frage zu stellen.

Wir fordern die Stadt Bonn dazu auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass Einzelpersonen, Gruppen sowie Organisationen, die antisemitische Boykottkampagnen und -aktivitäten unterstützen, weder direkt noch indirekt finanzielle oder materielle Unterstützung aus öffentlichen Mitteln der Stadt erhalten.

Wir unterstützen den einstimmig beschlossenen Antrag des Landtags NRW zur antisemitischen Boykottbewegung und fordern die Stadt Bonn dazu auf, sich der Initiative weiterer Städte anzuschließen, Einzelpersonen, Vereinen und Organisationen, die die Boykottbewegung gegen Israel unterstützen, keinerlei Räumlichkeiten oder Flächen zur Verfügung zu stellen, sowie ihre kommunalen Gesellschaften anzuweisen und an private Träger zu appellieren, entsprechend zu verfahren.