Bodenwertsteuer: einfach, niedrig und gerecht

Wir Junge Liberale setzen uns für ein gerechtes Steuersystem ein, das Leistung nicht bestraft, sondern den Bürger möglichst wenig belastet. Dabei sind Steuern, die keine ineffiziente Lenkungswirkung haben, gegenüber solchen, die unmittelbar Wohlfahrtsverluste verursachen, zu bevorzugen.

Mit ihrem bürokratischen Vorschlag zur Reform der Grundsteuer hat die Bundesregierung die Chance verpasst, einen Schritt hin zu einem effizienteren und transparenteren Steuersystem zu machen. Wir fordern das Land Nordrhein-Westfalen daher auf, von der Öffnungsklausel für die Länder Gebrauch zu machen und eine von der des Bundes abweichende Regelung zu treffen:

Die Jungen Liberalen fordern, die Grundsteuer durch eine reine Bodenwertsteuer zu ersetzen. Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer soll künftig lediglich der Wert des unbebauten Grundstücks sein. Dadurch entfallen sowohl die Unterscheidung zwischen Grundsteuer A und B als auch die Grundsteuermesszahl.

  • Gegenüber Grundsteuermodellen, die Eigenschaften von Gebäuden in die Bemessungsgrundlage einfließen lassen, wird der Verwaltungsaufwand für die Erhebung bei der Bodenwertsteuer deutlich reduziert: Grundlage zur Ermittlung des Bodenwerts sind die Bodenrichtwerte, die ohnehin regelmäßig und flächendeckend erhoben werden.
  • Angesichts eines besonders in vielen Städten angespannten Wohnungsmarktes dürfen Investitionen in Wohnungen nicht länger durch höhere Steuern bestraft werden. Stattdessen wollen wir vielmehr die Bautätigkeit dadurch anregen, dass Gebäude künftig durch die Grundsteuer nicht mehr belastet werden.

Darüber hinaus wollen wir mittelfristig neben den Gemeinden auch dem Land und dem Bund ein Hebesatzrecht auf die Grundsteuer einschließlich des dadurch entstehenden Steueraufkommens einräumen. Dafür müssen allerdings zwingend andere Steuern in mindestens gleicher Höhe wegfallen.

Sportarten der Zukunft fördern – eSports als Sportart anerkennen!

Die Jungen Liberalen Bonn sprechen sich dafür aus, dass eSports als Sportart durch den DOSB (Deutschen Olympischen Sportbund) anerkannt wird und dieser gegebenenfalls dafür seine Kriterien ändert.

Weniger ist mehr: Bundestag verkleinern – Wahlkreise neu gliedern

Die Jungen Liberalen Bonn fordern, das Bundeswahlgesetz dahingehend zu ändern, dass die Zahl der zu wählenden Abgeordneten des Deutschen Bundestages von 598 auf 400 reduziert wird. Die Wahlkreise sind diesbezüglich neu zu gliedern und ihre Zahl von 299 auf 200 zu verringern. Um die Repräsentativität des Zweitstimmenergebnisses weiterhin zu gewährleisten, soll am Berechnungsmechanismus der Ausgleichsmandate festgehalten werden.